Gastbeitrag von Nicole Ritz
(Grundschule Oepfershausen)
Manche Teams reisen geschniegelt und gebügelt an. Wir nicht. Für die Grundschüler aus Oepfershausen begann das „Ball über die Schnur“-Turnier am Donnerstag in der Reinhard-Kupietz-Halle in Meiningen nämlich mit einer Geduldsprobe, die so garantiert nicht im Ablaufplan stand.
Der Bus ließ uns mal wieder im Stich. Und zwar nicht nur kurz sondern so lange, dass selbst die Kälte irgendwann zur Gewohnheit wurde.
Nach etwa einer Stunde tauchte dann doch noch ein Ersatzbus auf. Timing ist schließlich alles. Während andere Teams sich in Ruhe einspielen konnten, hieß es für uns: rein in die Halle, rauf aufs Feld und los geht’s. Aufwärmen wird ohnehin überbewertet.
Und dann kam der eigentliche Überraschungsmoment. Unsere Mädchen spielten, als hätten sie die perfekte Vorbereitung hinter sich. Konzentriert, bissig und absolut souverän.
Spiel für Spiel entschieden sie für sich und marschierten ohne eine einzige Niederlage direkt auf Platz eins. Besser kann man es kaum machen.
Auch unsere Jungen zeigten, dass sie sich von so einer Anreise nicht aus der Ruhe bringen lassen. In einem Teilnehmerfeld von 17 Teams hielten sie stark dagegen.
Drei Niederlagen und ein Unentschieden konnten sie nicht ausbremsen. Am Ende stand ein mehr als verdienter sechster Platz. Und das alles ohne echtes Ankommen, dafür mit jeder Menge Improvisation.
Fazit des Tages: Der Bus kam zu spät, der Kampfgeist war pünktlich. Und manchmal sind es genau diese widrigen Umstände, die zeigen, was wirklich in einer Mannschaft steckt.




